Athen, Europa, Griechenland

Athen – eine Stadt zwischen Antike und Moderne

[Unbezahlte Werbung] Der folgende Beitrag enthält Empfehlungen und Verlinkungen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten und Restaurants.

Der erste Stopp unserer 12-tägigen Reise führte in die griechische Hauptstadt Athen. Sie verfügt über den wichtigsten und größten Zentralflughafen und gehört darüber hinaus mit 4 Millionen Einwohnern zu der am dichtest besiedelten Stadt des Landes.

Als wir die Ankunftshalle des Flughafengebäudes verließen, wehte uns am Abend ein 30 Grad warmes Lüftchen entgegen. Einen besseren Start hätte es für mich kaum geben können. Nachdem das Sommerwetter in Deutschland in diesem Jahr schließlich mal eine kleine Pause eingelegt hatte, war ich über jedes Grad über 20 sehr froh.

Mit dem Taxi ging es für uns direkt in das Herzen Athens – nach Plaka. Auf dem Weg dorthin sahen wir bereits die in gelbes Licht gehüllte Akropolis erhaben über die Stadt leuchten. Was für ein atemberaubender Anblick! Die zweifache Olympiastadt ist nicht nur ein Mekka für Fans der griechischen Mythologie, Archäologen und  Geschichtsinteressierte. Sie birgt darüber hinaus eine sehr junge, individuelle Szene. Viele Startup-Unternehmen, angesagte Bars, kunstvolle Streetart und Künstler finden hier mittlerweile ihr Zuhause.

Ganze drei Tage haben wir uns der antiken Stadt gewidmet und das haben wir Dir von unseren Streifzügen mitgebracht!

1. Spaziergang durch Anafiótika

Wer meinen Blog seit einiger Zeit verfolgt, weiß, dass ich total auf Stadtviertel abfahre und in nahezu jeder Stadt versuche mein absolutes Lieblingsviertel ausfindig zu machen. Ich habe es in Athen gefunden und es heißt: Anafiótika.

Nordöstlich am Fußes des Akropolishügels erstreckt sich dieses verträumte Viertel. Kleine Gässchen, blumenbesäumte Häuser und traditionelle Tavernen prägen das Straßenbild. Dieses kleine Viertel bietet somit den perfekten Gegensatz zum touristischen Treiben auf den großen Plätzen und mittendrin hatte ich nicht mehr das Gefühl Teil einer lebendigen Großstadt zu sein.

Unsere Mittagspause verbrachten wir in der Familien Taverne Scholarchio. Du sitzt entspannt auf der kleinen Terrasse und schaust in die kleinen engen Gassen. Einfach perfekt! Was gab es zu Essen? Selbstverständlich griechische Küche 🙂 Ein griechischer Salat und das weltbeste Moussaka überhaupt. Du findest die kleine Taverne in der Tripodon Straße 14.

Plane für Deinen Besuch in Anafiótika einen Vormittag oder Nachmittag ein. Wenn Du Dir die Akropolis anschaust, kannst du dies auch gleichzeitig mit einem Besuch hier verbinden.

Die kleinen Gassen in Anafiótika

Die kleinen Gassen in Anafiótika

Die Restaurants schlengeln sich den Hügel hinaus

Die Restaurants schlängeln sich den Hügel hinauf

Kurze Verschnaufpause

Kurze Verschnaufpause

Bunte Blumenhäuser

Bunte Blumenhäuser

Ein kleiner Obstladen am Straßenrand

Ein kleiner Obstladen am Straßenrand

Mittagspause in der Taverne Scholarchio

Mittagspause in der Taverne Scholarchio –  in der Tripodon Straße 14

2. Besuch auf dem Monastiraki Platz

Unterhalb der Akropolis und des Stadtviertels Anafiótika liegt der quirlige Monastiraki Platz. Hier treffen quasi alle Fäden zusammen. Er ist ein beliebter Ausgangspunkt zum Erklimmen des Akropolis Hügels, Knotenpunkt der Athener Metro und beliebter Treffpunkt unter Einheimischen und Touristen. Außerdem gehen von hier die kleinen Flohmarktstraßen ab. Ebenfalls finden die großen Einkaufsstraßen Ermou und Adrianou ihren Weg hierher.

Auf dem Monastiraki Platz

Auf dem Monastiraki Platz

Flohmarkt in Athen

Ein Blick in eine der zahlreichen Flohmarktstraßen

In der direkten Umgebung kannst Du bereits mit Deiner Sightseeingtour loslegen. Unweit befinden sich viele Ausgrabungsstätten, Monumente und Tempel.

Die Byzanttinische Kirche "Pantanassa" auf dem Monastiraki Platz

Die Byzantinische Kirche „Pantanassa“

Überreste der Hadriansbibliothek

Überreste der Hadriansbibliothek

Mitten in der Hadriansbibibliothek

Mitten in der Hadriansbibibliothek

Die römische Agora

Die römische Agora

Der Turm der Winde auf der römischen Agora

Der Turm der Winde auf der römischen Agora

Blick auf die griechische Agora

Blick auf die griechische Agora

Der Hephaisteion Tempel auf der griechischen Agora

Der Hephaisteion Tempel auf der griechischen Agora

Die Säulenhallen der griechischen Agora

Die Säulenhallen der griechischen Agora

4. Aufstieg zur Akropolis

Das Wahrzeichen der Stadt thront auf einem kleinen Hügel. Von hier aus hast Du einen atemberaubenden Blick auf die gesamte Stadt und den Hafen. Bei gutem Wetter kannst du sogar bis zum Meer schauen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Akropolis zu besteigen. Am besten Du schaust auf Google Maps oder einer Karte nach, welcher Ausgangspunkt für Dich der günstigste ist.

Das Gebiet um die heilige Stätte ist weit gefasst. Neben dem Parthenon stehen hier die Propyläen, das Erechtheion mit den sechs überlebensgroßen Mädchensäulen und der Niketempel. Weiter unten begegnen Dir dann die Ruinen des Dionysostheaters, welches als Geburtsstätte des antiken Theaters gilt. Weitaus besser erhalten ist aber das eindrucksvolle Odeon des Herodes Atticus. Vor einer traumhaften Kulisse finden hier seit den 1930er Jahren wieder regelmäßig Theaterveranstaltungen statt.

Der Parthenon

Der Parthenon

Das Erechtheion

Das Erechtheion

Das Odeon des Herodes Atticus

Das Odeon des Herodes Atticus

Blick auf das Odeon und die dahinter liegende Stadt

Blick auf das Odeon und die dahinter liegende Stadt

5. Eis essen bei „Le Greche“

Das Stadtviertel Syntagma beherbergt einen der besten Eisläden der Stadt – Le Greche. Hier gibt es Eis aus eigener Herstellung ohne künstliche Zusatzstoffe und nur mit den besten Zutaten aus Griechenland und Italien. Auch wenn Du kein besonders großer Freund von Eiscreme bist, solltest Du mal vorbeischauen. Es gibt nämlich auch leckere Kuchen und Torten zum Naschen.

Wie kommst du hier her?

Du findest diese einzigartige Gelateria in der Mitropoleos Straße 16. 

Wenn Du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist und Dich der Eishunger packst, dann steigst du an der Haltestelle Syntagma aus. Sowohl die Bus-, Metro-, als auch die Tram Station haben alle drei den selben Namen. Von hier aus sind es dann noch einige Minuten zu Fuß. Le Greche hat das ganze Jahr über geöffnet: Montag-Samstag: 10:00 – 01:00 und Sonntag 12:00-01:00 Uhr.

Le Greche in Athen

Le Greche in Athen

Eis esssen bei Le Greche

Leckeres Erdbeer-, und Banoffee Eis bei Le Greche

Le Greche verwendet nur die besten Zutaten

Le Greche verwendet nur die besten Zutaten

Le Greche in Athen

…und die besten Inhaltsstoffe

6. Schlendern in Psyri

Das ehemalige Viertel der Handwerker ist mittlerweile zu einem angesagten Hotspot für individuelle Kunstläden, Restaurants und Bars geworden. Hier sitzt Du tagsüber gemütlich in einer der zahlreichen Tavernen und kannst abends unter freiem Himmel genüsslich Deine Drinks schlürfen. Psyri eignet sich auch hervorragend zum Stadtbummel.

In Psirri sitzt man gemütlich am Straßenrand und beobachtet das Treiben

In Psyri sitzt man gemütlich am Straßenrand und beobachtet das Treiben

Die kleinen Gassen sind Psirris Aushängeschild

Die kleinen Gassen sind Psyris Aushängeschild

Leckere Tavernen laden zum Stopp ein

Leckere Tavernen laden zum Stopp ein

...und noch mehr Tavernen in Psirri

…und noch mehr Tavernen

Das Little Kook Café im "Alice im Wunderland"-Stil

Das Little Kook Café im „Alice im Wunderland“-Stil

7. Ausruhen im Nationalgarten

Wer genug von Stadtbummel und Archäologischer Tour hat, der findet im Nationalgarten den perfekten Ausgleich. Der Nationalgarten ist ein öffentlicher Park im Herzen der Hauptstadt. Er grenzt im Norden an das Parlamentsgebäude auf dem Syntagma Platz und im Süden an das Zappeion.

Vor allem am Wochenende ist die grüne Oase bei den Athenern sehr beliebt. Hier kannst Du unter Palmen ein kleines Mittagsschläfchen halten oder entspannte Spaziergänge unternehmen. Hin und wieder kommt es vor, dass eine griechische Landschildkröte Deinen Weg kreuzt.

Eingang zum Nationalgarten

Eingang zum Nationalgarten

Palmenstraße im Athener Nationalgarten

Palmenstraße im Athener Nationalgarten

Granatapfelbaum

Granatapfelbaum

Athener Nationalgarten

Kiss Kiss

8. Unser Ausgehtipp: Das Six d.o.g.s

Unweit des Monastiraki Platzes in einer Seitengasse liegt das Six d.o.g.s. Dank Google Maps auch gar nicht so schwer zu finden.

Es ist Restaurant, Bar und Biergarten in einem und der derzeit angesagteste Spot in Athen. Über eine bunte Treppe gelangst du in den begrünten Innenhof. Während Du den Electrobeats lauschst, sitzt Du gemütlich unter Feigenbäumen. Mir hat sofort die einfache und unkomplizierte Art gefallen.

Eben ein klein bisschen Berlin in Athen 🙂

 

Das Six D.o.g.s

Das Six d.o.g.s

Die Treppe im Six D.o.g.s

Über diese Treppe gelangst du in den Innenhof

Der Innenhof des Six D.o.g.s

Der Innenhof des Six d.o.g.s

Unsere Tipps für Deine Sightseeingtour in Athen

Wie bereits im vorherigen Artikel erwähnt, haben wir uns in Athen für den Kauf eines Kombitickets entschieden. Für 30 Euro hatten wir somit Zugang zu insgesamt sieben Ausgrabungsstätten. Diese waren im Preis enthalten:

  • Die Akropolis
  • Die Hadriansbibliothek
  • Die römische Agora
  • Die griechische Agora + Museum
  • Das Kerameikos + Museum
  • Das Olympieion
  • Das Lykeion

Die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich von außen ebenfalls gut einsehen. Wenn es Dir nur um einen kurzen Überblick oder bestimmte Monumente geht, kannst Du Dir das Geld sicher sparen. Wir haben den Kauf unseres Tickets aber nicht bereut, da uns die Ausgrabungen sehr interessiert haben. Ganz nach dem Motto: Wenn wir schon mal da sind, können wir uns das auch ansehen.

Unser Kombiticket für Athen

Unser Kombiticket für Athen

Unser Fazit: In keiner anderen Stadt verschmelzen Vergangenheit und Moderne so sehr wie in Athen. Hier treffen antike Ausgrabungen auf moderne Streetart. Man muss ein Mal dort gewesen sein, um das eigene Flair der Stadt zu verstehen und darin einzutauchen. Morgens einen Cappucchino Freddo am Straßenrand, mittags Moussaka in einer stillen Gasse. Nachmittags dann ein Besuch des antiken Athens und abends auf einem der quirligen Plätze der Stadt flanieren. In dieser Stadt ist alles möglich!

Dennoch: Die tiefen Narben der letzten Jahre sind auch hier noch nicht ganz verblasst. Dir werden immer wieder leere, heruntergekommene Häuser, gar ganze Gassen begegnen. Darüber hinaus prägen viele Straßenhunde und Katzen das Stadtbild. Wenn Du einen malerischen Städtetrip mit viel Idylle planst, sollten Rom oder Paris Deine erste Wahl sein.

Aber Athen birgt viele kulturelle Schätze, wunderschöne Gassen und darüber hinaus leckere Tavernen und versteckte Geheimnisse. Es lohnt sich ein paar Tage für die lebendige Großstadt einzuplanen – ob nun als Städtetrip oder kurzer Stopp, bevor es auf eine der griechischen Inseln geht.

Ich will Deine Highlights! Wo hat es Dir in Athen am Besten gefallen? Welche Tipps hast Du für die quirlige Metropole? Schreibe mir Deine Highlights: steffi@reiselustundfernweh.de