Bayreuth, Deutschland, Oberfranken

Ein Tag in Bayreuth

[Unbezahlte Werbung] Der folgende Beitrag enthält Empfehlungen und Verlinkungen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Shoppingmöglichkeiten.

Im Oktober des vergangenen Jahres zog es uns für ein verlängertes Wochenende in die Region Oberfranken. Wir wohnten im Kurort Bischofsgrün – dem Ferienziel meiner Kindheit. Doch für einen Tag entschlossen wir uns dem ruhigen Örtchen den Rücken zuzukehren und der nächstgrößeren Stadt einen Besuch abzustatten: Bayreuth stand auf unserer Liste. So ganz ohne Stadtleben kommen wir Großstadtkinder dann nämlich doch nicht aus. Bereits als Kind besuchte ich die 70.000 Einwohnerstadt am Roten Main regelmäßig. Zeit also, Roman und euch die schönsten Orte einmal genauer vorzustellen. 

Sehenswertes & Highlights in Bayreuth

Die historische Innenstadt

Jeder Städtetrip beginnt irgendwie mit einem Bummel durch die Innenstadt. Und Bayreuth hat eine besonders Schöne! Wir parkten unser Auto im Parkhaus des Rotmain-Centers und begaben uns ins Stadtzentrum. Zentraler Ausgangspunkt ist der Marktplatz von dem es eigentlich in alle Richtungen geht. In der Fußgängerzone befinden sich viele Läden, Cafés und Gaststätten zum shoppen, essen und genießen. Eines meiner Lieblingsrestaurants ist das Wirtshaus „Oskar“ in der Maximilianstraße, in dem wir uns mit Schweinebraten und Klößen stärkten. Hier gibt es gute traditionelle und echte fränkische Küche. Einige Minuten vom Marktplatz entfernt befindet sich das Markgräfliche Opernhaus. Auch das Iwalewahaus ist gleich um die Ecke. Es gehört zur Bayreuther Universität und hat es sich zur Aufgabe gemacht afrikanische zeitgenössische Kunst auszustellen. Ich selbst bin noch nie dort gewesen, habe aber bisher viel Positives gehört.
Ein Laden, der es mir besonders angetan hat ist der Scandi Club. Hier gibt es alles was mein Skandinavien Herz höher schlägen lässt! Unbedingt vorbeischauen, wenn ihr dort seid. Für ausgedehntere Shoppingtouren bietet sich das bereits erwähnte  Rotmain-Center an.

An der Bayreuther Innenstadt gefällt mir besonders, dass fußläufig alles gut erreichbar ist.

Ein kleiner Tipp: Ich benutze für das Wort Innenstadt auch gerne das Wort Altstadt. In Bayreuth könnte euch dies allerdings bis ans andere Ende der Stadt bringen – denn so heißt ein Stadtbezirk außerhalb des Zentrums. Wer also in das Zentrum möchte, sollte immer schön dran denken den Begriff Innenstadt ins Navi einzuspeichern.

Ein Blick in Bayreuth niedliche Innenstadt

Ein Blick in Bayreuth niedliche Innenstadt

Bayreuths Marktplatz

Bayreuths Marktplatz

Vor dem Wirtshaus Oskar

Vor dem Wirtshaus Oskar

Das Markgräfliche Opernhaus

Das Markgräfliche Opernhaus

Vor dem Opernhaus

Vor dem Opernhaus

Das Iwalewahaus

Das Iwalewahaus

Der Hofgarten

Ein Ort, der im Herbst kaum an Farbenpracht zu überbieten ist und im Sommer ein kühles Plätzchen bietet, ist der Hofgarten – oder wie die Einheimischen ihn nennen: „Die grüne Lunge Bayreuths“. In dieser Parkanlage kann man wunderbar spazieren gehen und frische Luft schnappen. Wer eine Schwäche für geometrische perfekt zueinander passende Anordnungen hat, der wird sich hier pudelwohl fühlen. Die Mittelachse des Gartens bildet ein Kanal mit vier kleineren Inseln, die über Brücken erreichbar sind. Rechts und links säumen Eichenbäume den Weg.
Der Hofgarten beherbergt jede Menge weitere Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das Neue Schloss und das Deutsche Freimaurer Museum. Die Liebhaber der klassischen Musik können hier das ehemalige Wohnhaus von Richard Wagner sowie dessen Familiengrab besichtigen. Das gesamte Gelände gehört zum Richard Wagner Museumskomplex mit dem ehemaligen Wohnaus des Komponisten, das Haus Wahnfried, dem Siegfried Wagner Haus sowie einem modernen Neubau. Nur wenige Minuten weiter liegt das Franz-Liszt Museum.

Ein Blick in den perfekt angelegten Hofgarten

Ein Blick in den perfekt angelegten Hofgarten

Das Haus Wahnfried

Das Haus Wahnfried

Der Eingang des Hofgartens mit neuem Schloss im Hintergrund

Der Eingang des Hofgartens mit neuem Schloss im Hintergrund

Das neue Schloss

Das neue Schloss

Die Eremitage

Sich einmal wie eine Prinzessin fühlen – das ist hier definitiv möglich. Die Eremitage ist der perfekte Ort zum Spazieren gehen, entspannen und durchatmen. Eben ein Ort wie aus dem Märchenbuch. Um 1715 entstand die weitläufige Parkanalge, die mittlerweile ein altes und neues Schloss, eine Orangerie, zahlreiche Wasserbecken sowie viele weitere kleine und große Sehenswürdigkeiten bereit hält. Sowohl das Alte als auch das Neue Schloss können von innen besichtigt werden und zeigen eindrucksvolle Architektur im Barockstil. Mich hat besonders das Neue Schloss fasziniert, welches im Halbkreis mit bunten Glasflüssen und Bergkristallen verziert wurde. Aber auch der prächtig angelegte Schlossgarten ist eine absolute Augenweide. Bei einem leckeren Stück Kuchen im Café der Orangerie lässt es sich gemütlich sitzen. Gerade am Morgen ist die Eremitage ein beliebtes Gebiet für Sportler und Hundebesitzer. Plane für Deinen Besuch gute 2-3 Stunde ein, um das weitläufige Gebiet entspannt zu besichtigen.

Das neue Schloss der Eremitage

Das neue Schloss der Eremitage

Die Säulen des neuen Schlosses - verziert mit bunten Bergkristallen und Glasflüssen

Die Säulen des neuen Schlosses – verziert mit bunten Bergkristallen und Glasflüssen

Der Pavillon des Neuen Schlosses

Der Pavillon des Neuen Schlosses

Im Garten des neuen Schlosses

Im Garten des neuen Schlosses

Ein Seerosenteich

Ein Seerosenteich

In den Tiefen der Eremitage - Wälder

In den Tiefen der Eremitage – Wälder

Im Wald der Eremitage

Im Wald der Eremitage

Wunderschöne Natur

Wunderschöne Natur

Kleine Holzbrücken führen über den Bach

Kleine Holzbrücken führen über den Bach

Das alte Schloss

Das alte Schloss

In den Höhlen gefangen

In den Höhlen gefangen

Das Bayreuther Festspielhaus

Bekannt, sogar weltberühmt, ist Bayreuth vor allem durch den Komponisten Richard Wagner und die gleichnamigen Festspiele geworden. Das Bayreuther Festspielhaus mit seinen roten Ziegelsteinen befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums, ist aber innerhalb von knapp 8-10 Minuten mit dem Auto erreichbar. Errichtet wurde es auf dem sogenannten „grünen Hügel“ – einer kleinen Anhöhe. Wenn nicht gerade eine Vorstellung läuft, gibt es aber auf dem Gelände nicht viel zu sehen.

SEHENSWERT: Unterhalb des Opernhauses befindet sich die Ausstellung „Verstummte Stimmen – die Vertreibung der Juden aus der Oper von 1933-1945“. Sie erinnert an die jüdischen Künstler des Festspielhauses, die aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Religion aus dem Ensemble gestrichen wurden. Auf grauen Tafeln sind Bilder, Namen und der Werdegang beschrieben. Ursprünglich gehörte dieser Teil zu einer großen Gesamtausstellung, die seit 2006 in zahlreichen Städten ausgestellt wurde. Nun steht sie hier und kann von jedermann besichtigt werden. Der Eintritt dafür ist frei.

Das Bayreuther Festspielhaus auf dem grünen Hügel

Das Bayreuther Festspielhaus auf dem grünen Hügel

Das Festspielhaus liegt wunderschön in der Natur

Das Festspielhaus liegt wunderschön in der Natur

Ein Teil der Ausstellung "Verstummte Stimmen"

Ein Teil der Ausstellung „Verstummte Stimmen“

Das waren meine liebsten Orte in Bayreuth. Wie ihr seht, eignet sich die Stadt hervorragend für einen Tagestrip. Mich würde interessieren wie euch die Stadt gefallen hat? Welche Lieblingsorte stehen auf eurer Liste? Schreibt mir und lasst uns austauchen: steffi@reiselustundfernweh.de

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