Europa, Griechenland, Ioánnina

Ioánnina – die unbekannte Stadt im Nordwesten!

[Unbezahlte Werbung] Der folgende Beitrag enthält Empfehlungen und Verlinkungen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants.

Noch immer überwältigt von Meteoras atemberaubender Naturkulisse, hieß es für uns nun ab in die 100km entfernte Stadt Ioánnina – unser Schlafdomizil für die Nacht und Aufenthalt für knappe 2 Tage. Du hast bisher noch nie von dieser Stadt gehört? Macht nichts – wir bis kurz vor unserem Trip auch nicht.

Ein paar Fakten über Ioánnina

Ioánnina liegt im Nordwesten Griechenlands und ist mit ihren knapp 113.000 Einwohnern die Hauptstadt der Region Epirus. Sie liegt inmitten einer hügeligen Landschaft an dem kleinen, über 10.000 Jahre alten, Pamvotida See. Ein beliebter Ausflugsort ist die Insel Nisi mit ihren 7 Klöstern. Berühmt geworden ist Ioánnina vor allem für ihre Silberschmiedekunst. Viele handgefertigte Objekte lassen sich heute in dem Museum für Silberschmiede in der ehemaligen Festung anschauen.

Das Gelände der alten ummauerten Altstadt zeigt die Baukunst aus längst vergangenen Zeiten mit einem Hauch des Orient, während sich die Neustadt durch kleine eng verschlungene Gassen, zahlreichen Ladenzeilen, jeder Menge Street-Art und einem großen Aufgebot an Bars und Cafés auszeichnet.

Kaum vorstellbar, aber vom 1400-1900 Jahrhundert lebten hier türkische, jüdische und griechische Gemeinden friedlich zusammen.

Im Sommer urlauben in Ioánnina vor allem die Griechen und Franzosen. Außerdem ist sie auch ein beliebter Zwischenstopp für die Durchreise auf die Insel Korfu. Knappe 2 1/2 Stunden liegt die griechische Insel entfernt und ist über eine Autofähre zu erreichen.

Wir führen Dich einen Tag durch Ioánnina!
Am Morgen: Frühstücken im Its Kale Boutique Hotel

Dieses 2015 liebevoll gegründete Hotel ist einfach nur eins: wunderschön! Es liegt in einer ruhigen Seitengasse und verfügt über 7 harmonisch gestaltete Zimmer im Landhausstil. Die Atmosphäre ist einzigartig. Ich fühlte mich von Anfang an wie zuhause. Die Rezeption, der Frühstücksraum, unser Zimmer – alles ist farblich perfekt aufeinander abgestimmt. Für einen Perfektionisten wie mich genau das Richtige 😉

Nachdem Du sicherlich eine ruhige Nacht hier verbracht hast, starte Deinen Tag mit einem Frühstück im Hotel. Die Griechen lieben Süßes zum Frühstück – hier bekommst Du eine riesen Auswahl an Marmeladen, Kuchen, Pudding und Joghurt. Auf Wunsch bereitet Dir das nette Servicepersonal einen griechischen Joghurt mit Obst, Nüssen und Honig oder frisches Omelett zu. Wer möchte sitzt im Frühstücksraum oder draußen im Garten. Einfach perfekt!

Mehr über das Its Kale Boutique Hotel erfährst du hier.

Its Kale Boutique Hotel in Ioánnina

Its Kale Boutique Hotel in Ioánnina

Unser Zimmer im Its Kale Boutique Hotel

Unser Zimmer im Its Kale Boutique Hotel

Das Bad

Das Bad

Der Frühstücksraum

Der Frühstücksraum

Marmeladenauswahl zum Frühstück

Marmeladenauswahl zum Frühstück

Frühstück im Garten

Frühstück im Garten

Am Vormittag: Die Altstadt – auf den Spuren vergangener Zeiten

Unweit des Hotels (5 Minuten zu Fuß) im Nordosten der Stadt befindet sich auf einer kleinen Anhöhe die ummauerte Altstadt. Sie beherbergt die Ruinen der alten Festung, zwei restaurierte Moscheen und eine Zitadelle. Außerdem befinden sich auf dem Gelände das städtische-, das byzanntinische-, und das Silberschmiedmuseum und direkt neben der Zitadelle eine weitere Kirche.

Das städtische Museum

In der ehemaligen Koranschule befindet sich heute das städtische Museum. Für 3 Euro hast Du die Möglichkeit die ehemaligen Besitztümer der damaligen Gemeinden anzusehen.

In der griechischen Abteilung des Museums sind eine Vielzahl an silbernen alltäglichen Gebrauchsgegenständen, verschiedene Schmuckstücke, Waffen und traditionelle Kostüme ausgestellt.

Im jüdischen Museumsareal gibt es zwei goldbestickte Altartücher der Jüdischen Synagoge zu sehen. Außerdem sind jüdische Heiratsurkunden und Eheverträge ausgestellt. Ebenfalls können einige traditionelle Trachten bestaunt werden.

In der muslimischen Abteilung sind vor allem Bücher, der Koran, Teppiche und alte, gut erhaltende, Holzgegenstände vertreten.

Leider waren im Museum keine Fotos erlaubt. Dennoch möchten wir Dir einen Besuch ans Herz legen. Allein die aufwändigen Trachten und Kostüme der verschiedenen Glaubensgemeinden sind etwas sehr besonderes, was wir vorher in dieser Form noch nie gesehen haben. Wann immer Du in Ioánnina vorbeischaust – dieses Museum solltest Du Dir nicht entgehen lassen.

Die Fetije Moschee in Ioánnina

Die Fetije Moschee in Ioánnina

Die Ruinen der ehemaligen Festung Ioánninas

Die Ruinen der ehemaligen Festung Ioánninas

Kanonen auf dem Zitadellengelände

Kanonen auf dem Zitadellengelände

Das Silberschmiedmuseum in Ioánnina

Das Silberschmiedmuseum in Ioánnina

Die Aslan-Pascha Moschee - heute das städtische Museum in Ioánnina

Die Aslan-Pascha Moschee – heute das städtische Museum in Ioánnina

Auf dem Gelände der Aslan-Pascha Moschee

Auf dem Gelände der Aslan-Pascha Moschee

Am Mittag: Spaziergang und Mittagessen in der Neustadt

Die Neustadt befindet sich im Westen der Stadt unterhalb der Akropolis und ehemaligen Altstadt. Die vielen Restaurants, Cafés und Bars laden zu einem Päuschen und Mittagessen ein. Wir waren überrascht von der Menge an guter Street-Art.

Entlang der Festungsmauer gelangt man bis an den Hafen, von dem aus täglich mehrere Boote in Richtung der kleinen Stadtinsel Nisi schippern.

Was gibt es noch zu sehen?

  • Das Archäologische Museum mit antiken Funden der gesamten Region Epirus.
  • Das Rathaus und unweit davon entfernt der Uhrturm aus dem Jahr 1905.

Mehr Infos über das Archäologische Museum findest Du hier.

In der Averof Georgiou Straße

In der Averof Georgiou Straße

Die Straßen der Neustadt in Ioánnina

Die Straßen der Neustadt in Ioánnina

 

Kleine Gassen mit vielen Restaurants in Ioánninas Neustadt

Kleine Gassen mit vielen Restaurants in Ioánninas Neustadt

Streetart vor einer Bar

Streetart vor einer Bar

Der Uhrturm aus dem Jahr 1905

Der Uhrturm aus dem Jahr 1905

Pferdekutschen im Stadtzentrum

Pferdekutschen im Stadtzentrum

 

Am Nachmittag: Bootsausflug zur Ioánnina-Insel „Nisi“

Von einer kleinen Anlegestelle aus, direkt im Zentrum der Stadt, kann man für 2 Euro einen Bootsausflug zur Stadtinsel Nisi unternehmen. Nisi heißt soviel wie „Inselchen“. Die Fahrt dauert in etwa 10 Minuten. Währenddessen genießt man einen tollen Blick auf die Stadt und die umliegende Gebirgslandschaft.

Die Insel Nisi

Sie zählt zu einem beliebten Ausflugsziel unter den Urlaubern in Ioánnina. Auf der Insel selbst leben heute in etwa 100 Familien, die vom Fischfang und dem Tourismus leben. Von der Anlegestelle am Hafen führt eine kleine Straße in das Zentrum der Insel. Die Gassen sind gefüllt mit jeder Menge Lädchen, die Schmuck, Gegenstände aus Holz und Speisen verkaufen. Ruhig ist es hier nicht – es herrscht echte Basarstimmung und jeder Ladenbesitzer versucht die Inselbesucher in sein Geschäft zu locken. Ein wenig anstregend, aber zum Glück laden einige Meter weiter traditionelle Tavernen, Bars und Cafés zum entspannen unter Pinienbäumen und Zypressen ein.

Sehenswert auf der Insel sind sicherlich die 7 errichteten Klöster aus verschiedenen Epochen. In allen lassen sich eindrucksvolle Fresken bestaunen. Die Wege laden zu einem kleinen Spaziergang ein. Außerdem ist der Blick auf den See unschlagbar.

Bootsausflug zur Insel Nisi

Bootsausflug zur Insel Nisi

Kleine Anlegehafen auf der Insel Nisi

Kleine Anlegehafen auf der Insel Nisi

Kleine Lädchen am Straßenrand

Kleine Lädchen am Straßenrand

Seitengassen auf der Insel Nisi

Seitengassen auf der Insel Nisi

Haus auf der Insel Nisi

Haus auf der Insel Nisi

Ein Hausaufgang auf der Insel

Ein Hausaufgang auf der Insel

Die Kirche im Zentrum der kleinen Insel

Die Kirche im Zentrum der kleinen Insel


Am Abend: Sonnenuntergang und Abendessen im No Ties

Was gibt es Schöneres als den Tag bei einem Sonnenuntergang am See ausklingen zu lassen?! Die Promenade am Pamvotida See lädt mit vielen Sitzmöglichkeiten direkt dazu ein, einige Minütchen zu verweilen und der Sonne bei ihrem rot – gelb – orangenem Farbspiel zuzusehen. Vorsicht: Romantik vorprogrammiert 🙂

Zum Abschluss eines solchen Tages solltest Du Dir ein Abendessen im No Ties im Ausgehviertel gönnen. Das No Ties bietet italienische Soulfoodküche und die besten Cocktails der Stadt. An lauen Sommerabenden kannst Du entspannt im Außenbereich sitzen und bis tief in die Nacht feiern. Wer zu etwas kühleren Jahreszeiten dem Restaurant einen Besuch abstattet, findet im Inneren eine gemütliche, heimische Stimmung. Und wie es der Name bereits vermuten lässt: Die Atmosphäre ist locker und entspannt.

Adresse: 2 Ethnikis AdistasseosIoannina 452 21

Öffnungszeiten: Montag – Sonntag 11:00 – 02:00

Sonnenuntergang auf dem Pamvotida-See

Sonnenuntergang auf dem Pamvotida-See

Der Außenbereich im No Ties

Der Außenbereich im No Ties

Unser Fazit: Ioánnina hat uns vollkommen überwältigt. Wer keine Lust auf laute und überfüllte Städte voller Touris hat, der sollte hier seinen Urlaub verbringen. Die Vielfalt an Kultur und modernen Elementen macht Ioánnina so einzigartig. Egal ob Shoppingtour, Ausflug in die Natur oder Ausgehabend – in dieser Stadt lassen sich all diese Dinge perfekt miteinander verbinden. Besonders fasziniert haben uns die vielen kleinen Gässchen in der Neustadt und der dörfliche Charakter. 

Und jetzt will ich Deine Meinung! Warst Du auch schon mal in Ioánnina? Was hast Du erlebt? Welche Plätze haben Dir am Besten gefallen? Schreibe mir doch eine E-Mail: steffi@reiselustundfernweh.de