Dänemark, Europa, Kopenhagen

Kopenhagen – eine Stadt, die glücklich macht!

[Unbezahlte Werbung] Der folgende Beitrag enthält Empfehlungen und Verlinkungen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten und Restaurants.

Kopenhagen – bereits mehrfach wurde Dänemarks Hauptstadt zur „lebenswertesten Stadt der Welt“ gekürt. In kaum einer anderen Metropole sind die Menschen glücklicher und entspannter als hier. Kein Wunder, wenn ihr mich fragt. Der hyggelige Charme überträgt sich schnell auf ihre Besucher. Ich war 3 Tage lang in Kopenhagen unterwegs und habe mich Hals über Kopf verliebt. Verliebt in freundliche Dänen, schlichtes Design, klare Linien und faszinierende Architektur. Während meines Städtetrips war ich auf der Suche nach den Top 10 der Sehenswürdigkeiten, die bei Deinem Städtetrip auf keinen Fall fehlen dürfen und das ist dabei herausgekommen:

Meine Top 10 für euren Städtetrip
 1. Nyhavn

Der ehemals wichtigste Handelshafen Kopenhagens gehört zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt: der Nyhavn mit seinen bunt bemalten Giebelhäuschen. Wo einst Matrosen und Freudenmädchen kurzweilige Bekanntschaften schlossen, befinden sich heute zahlreiche Cafés, Restaurants und Bars. Die Kanalstraße eignet sich für ein kurzes Mittagspäuschen genauso gut wie für einen netten Abend mit Freunden. Schon der Dichter Hans Christian Andersen unterlag dem maritimen Charme des Nyhavn und lebte hier 25 Jahre lang in verschiedenen Häusern. An diesem Ort schrieb er viele seiner bedeutenden Märchen, wie z.B. „Die Prinzessin auf der Erbse“. Das Haus Nummer 9 zählt übrigens zu den ältesten Häusern des Hafens.

Wenige Gehminuten von hier liegen die Amalienborg sowie das Schloss Rosenborg. Über die Inderhavnsbroen – eine neu angelegte Brücke für den Fuß-, und Radverkehr – gelangst Du direkt bis nach Christianshavn. Dort befinden sich die Freistadt Christiania, das Opernhaus sowie die hippe Papirøen. Der charmante Nyhavn ist also nicht nur hübsch anzusehen, sondern eignet sich auch hervorragend für den Start Deiner Sightseeingtour.

Der bunte Nyhavn

Der bunte Nyhavn

2. Torvehallerne

Die Torvehallerne, im Szeneviertel Nørrebro, ist der beste Gemüse-, und Spezialitätenmarkt der Stadt. Hier gibt es alles, was das kulinarische Herz begehrt. In den zwei Hallen lassen sich, neben dänischen Köstlichkeiten, wie dem berühmten Smørrebrød, auch internationale Delikatessen finden. Viele kleine Lebensmittelunternehmen verkaufen ihr selbst gebackenes Biobrot, Käse, Wurst und Schokolade.

In wenigen Minuten erreichst Du von hier aus den Botanischen Garten, die Innenstadt mit zahlreichen Shoppingmöglichkeiten, den Runden Turm sowie die Universität. Ebenfalls in der Nähe liegen das Schloss Rosenborg und der Friedhof Assistens Kirkegård.

Hot Dogs aus der Torvehallerne

Hot Dogs aus der Torvehallerne

3. Nørrebro

Nørrebro ist jung, hip und multikulturell. Dieses Stadtviertel beherbergt nicht nur die Torvehallerne mit ihren vielen Leckereien, sondern auch eine Reihe an alternativen Bars, Kneipen, Restaurants und Second- Hand-Geschäften. Tagsüber hast Du die Möglichkeit lange Spaziergänge oder eine Radtour am Ufer des Peblinge & Sortedams Sees zu unternehmen, während Du abends in einer der Szenebars gemütlich in den Abend starten kannst. Du willst einen Mitternachtssnack auf die Hand? Hier wirst du garantiert fündig. Während unseres Aufenthalts haben wir in diesem Viertel gewohnt und mochten es wirklich sehr.

Blick nach Nørrebro

Blick nach Nørrebro

4. Papirøen

Auch wenn der Hype um Street Food Märkte mittlerweile langsam wieder am abklingen ist, lohnt sich ein Besuch auf Papirøen, auch Paper Island genannt. Von der Brücke „Inderhavnsbroen“ kannst Du direkt einen Blick auf die kleine Insel werfen. Früher galten die Hallen als Papier Lagerräume der Dänischen Presse und waren der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Mittlerweile entwickelt sich diese kleine Insel, direkt am Kopenhagener Hafen, nicht nur zum Mekka für Lebensmittelunternehmen, sondern bietet dem kreativen Kopenhagen Möglichkeiten zur Entfaltung. Die Lagerräume werden heute von vielen Designern und Künstlern für ihre Ausstellungen genutzt. Hier kannst Du Dich mit einem kühlen Bierchen ans Ufer setzen und entspannen, bevor es mit der Tour weitergeht. Am Wochenende platzt Paper Island allerdings aus allen Nähten. Da ist es dann mit der Entspannung vorbei. Lange Wartezeiten an den Ständen sind in der Regel vorprogrammiert. Aber lass Dich davon nicht abhalten. Ein freies Plätzchen findet sich eigentlich immer.

Direkt nebenan befindet sich die Königliche Oper auf der Insel Holmen. Im Jahr 2008 erhielt das Bauwerk sowie seine verantwortlichen Architekten und Ingenieure den berühmten Outstanding Structure Award.

Update: Die Papierhallen sind seit dem 31.12.2017 geschlossen, sollen aber im Jahr 2021 wieder im neuen Glanz erstrahlen. In der Zwischenzeit ist die Halbinsel Refshaleøen in der Nähe des Kopenhagener Kastells neuer Treffpunkt für kreatives Handwerk und Street Food Liebhaber.  

Die kleine Insel Papirøen

Die kleine Insel Papirøen

Pulled Pork Burger & Curly Fries auf der Papirøen

Pulled Pork Burger & Curly Fries auf der Papirøen

Kopenhagens Oper

Kopenhagens Oper

5. Amalienborg

Selbstverständlich kannst Du nicht aus Kopenhagen abreisen ohne das Schloss Amalienborg, im Stadtteil Frederiksstaaden, angesehen zu haben. Laut unseres Reiseführers handele es sich bei der Kolonnade zwischen Margrethes Schloss und dem Christian VII Palais nicht, wie augenscheinlich anzunehmen um Stein, sondern eine Holzattrappe. Die Wachen verstehen aber keinen Spaß, also klopfe lieber nicht an die Fassade. Jeden Tag um 12 Uhr besteht die Möglichkeit den Wachwechsel zu bestaunen. Außerdem findest Du dort die Marmorkirken, auch Frederiks Kirken genannt, sowie das Amalienborg Museum.

Das Schloss Amalienborg

Das Schloss Amalienborg

6. Kopenhagener Börse

Wenn Du Lust auf ausgefallene Architektur im Renaissancestil hast, solltest Du der Kopenhagener Börse in Slotsholmen einen Besuch abstatten. Mich hat dieses Gebäude irgendwie fasziniert. Auf dem Dachturm lassen sich vier Drachen erkennen, die ihre Schwänze ineinander verschlingen.

In Slotsholmen befinden sich neben der Börse weitere wichtige Regierungsgebäude, so z.B. der oberste Gerichtshof, das Parlament, die Christiansborg, das Finanzministerium sowie die Staatskanzlei. Darüber hinaus kannst Du das Nationalarchiv und die Königliche Staatsbibliothek besuchen. Auch eine Vielzahl an Museen, beispielsweise das Dansk Jødisk Museum oder das Tøjhusmuseet liegen in diesem Viertel.

Die Kopenhagener Börse

Die Kopenhagener Börse

Das Parlament Folketinget

Das Parlament Folketinget

7. Die kleine Meerjungfrau

Tagtäglich genießt die gerade einmal 1,25m kleine Statue einen imposanten Rummel um ihre Person. Touristenschwärme pilgern über den Langelinienkaj um gemeinsam mit der steinernen Dame zu posieren. Entstanden auf Grundlage des gleichnamigen Märchens „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen, zählt sie mittlerweile zu den Top Wahrzeichen Kopenhagens.

Die kleine Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau

8. Freistadt Christiania

Über keinen anderen Ort in Kopenhagen existieren so viele negative Geschichten wie über das 34 ha große Christiania –  die „staatlich geduldete autonome Gemeinde“ in Christianshavn. Wenn Du das Gebiet betrittst, eröffnen sich mit Graffiti besprühte Häuserfronten, heruntergekommene Gebäude und massig Fahrräder. Mich erinnerte die Eingangsfront an das RAW Gelände in Berlin. Je näher wir der Pusher Street, der Hauptstraße, kamen, desto mehr alternative Cafés und Kunstlädchen präsentierten sich uns. Immer wieder schlenderten wir an bunten Holzhäusern vorbei, die an Bullerbü und Pippi Langstrumpf erinnerten. Südöstlich wird Christiania begrenzt durch den schönen Stadsgraven. Das Ufer dieses Kanals lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Auf der anderen Uferseite lassen sich zwischen dem dichten Schilf schicke Designhäuser entdecken. Denn auch das ist Christiania: Ein Ort voller Gegensätze.

Die Folkeaktie in Christiania

Die Folkeaktie in Christiania

Die Häuser Christianias

Die Häuser Christianias

Auf der Pusher Street

Auf der Pusher Street

Der Stadsgraven

Der Stadsgraven…

Ein kleines Päuschen...

…lädt zum Päuschen ein

Ruhige Idylle in Christiania

Ruhige Idylle in Christiania

9. Der Friedhof Assistens Kirkegård

Hierbei handelt es sich um einen, im Jahr 1760, angelegten Friedhof im Ortsteil Nørrebro. Die Anlage besticht durch schön angelegte Grünflächen, Sitzmöglichkeiten und die Ruhestätten zahlreicher bekannter dänischer Schriftsteller, Maler und Musiker. So liegen hier beispielsweise die sterblichen Überreste von Hans Christian Andersen und Nils Bohr begraben. Eine grün bepflanzte Allee führt quer durch die Anlage. Der perfekte Ort um dem Stadttrubel zu entfliehen.

Auf dem Assistens Kirkegård

Auf dem Assistens Kirkegård

10. Ausflug nach Malmö über die Öresundbrücke

In gerade einmal 30 Minuten nach Schweden?! Geht nicht? Und ob! Über die knapp 8 km lange Öresundbrücke erreichst Du mit dem Zug binnen kurzer Zeit die schwedische Stadt Malmö. Für unsere Überfahrt haben wir pro Person 89 DKK (umgerechnet knapp 12 Euro) bezahlt.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Malmö zählen neben der Öresundbrücke das Rathaus „Stortorget“, der kleine Markt „Lilla Torg“, die Sankt Peters Kirche „St. Petri“, die Parkanlagen „Kungsparken“, „Slottstradgarden“, „Pildammsparken“, das „Malmohus“, das Hochhaus „Turning Torso“ und auch die Non-Violence Skulptur „Knotted Gun“.

Auf dem kleinen Markt Lilla Torg

Auf dem kleinen Markt Lilla Torg

Im schönen Kungsparken

Im schönen Kungsparken

Schwedische Architektur

Schwedische Architektur

Mein Fazit: Für mich war es eine der Entdeckungen im vergangenen Jahr. Kopenhagen beeindruckt durch skandinavische Architektur, minimalistisches Design und seine freundlichen Einwohner. Die Stadt ist jung, sportlich, kreativ und kulinarische ein Hochgenuss. Durch ihre beschauliche Größe und Gemütlichkeit stellt sich schnell das berühmt-berüchtigte „Hygge“-Gefühl ein. Kopenhagen ist eben eine Stadt, die glücklich macht!

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