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Reisebericht Griechenland: Meine Tipps für deine zwölf-tägige Rundreise

[Unbezahlte Werbung] Der folgende Beitrag enthält Empfehlungen sowie Verlinkungen zu Urlaubsregionen, Städten, Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Unterkünften und Einkaufsmöglichkeiten.

Griechenland – jährlich wählen bis zu 28 Millionen Menschen das südeuropäische Land als Urlaubsregion. Während das Festland weitgehend unberührt bleibt, zieht es die Touristen vor allem auf eine der zahlreichen Inseln. Die Strände von Rhodos und Kreta oder Santorinis kalkweiße Häuser zählen zu beliebten Fotomotiven im Sommer und dank der sozialen Medien kann mittlerweile jeder ein Stück davon zuhause genießen.

Wie sieht es eigentlich auf dem griechischen Festland aus?

Bisher hielten uns die Finanzkrise und Vorurteile gegenüber griechischem Essen davon ab Griechenland auch tatsächlich als Reiseziel zu wählen.

Wir waren also etwas skeptisch und hatten dementsprechend auch keinerlei große Erwartungen an unsere 12-tägige Rundreise. Je mehr wir uns allerdings mit unserer Route und all den Entdeckungen, die auf unserem Weg lagen, befassten, desto mehr wurde unsere Abenteuerlust geweckt – Göttertempel, antike Orakelstätten, Klöster auf 300m hohen Felsen, die Heiligtümer von Olympia… all das und noch vieles mehr stand uns bevor.

Wer bekommt da nicht Lust auf knapp 2 Wochen Roadtrip?

Und wir wurden definitiv nicht enttäuscht. Türkisblaues Meer, felsenumsäumte Strände und weiße Kalkhäuser gibt es nicht nur auf den Inseln zu bestaunen – wer die Augen offen hält und ein wenig Entdeckerfreude in seinen Rucksack packt, findet auf dem Festland mindestens genauso schöne Gegenden und sogar noch deutlich mehr.

Am Kap Sounion

Am Kap Sounion

Unterwegs im Parnassgebirge

Unterwegs im Parnassgebirge

Unsere Route im Überblick – 12 Tage durch das griechische Festland
1. Stopp: Athen

In keiner anderen Stadt verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart so sehr wie in Athen. Hier treffen antike Ausgrabungen auf moderne Streetart. Man muss ein Mal dort gewesen sein, um das Flair der Stadt zu verstehen. Morgens einen Cappucchino Freddo am Straßenrand, mittags Moussaka in einer stillen Gasse, nachmittags ein Besuch des antiken Athens und abends Flanieren auf einem der quirligen Plätze der Stadt.

Erfahre hier alles über unsere Erlebnisse in der pulsierenden Hauptstadt!

Die Akropolis

Die Akropolis

2. Stopp: Delphi

Lange Zeit war Delphi eine der wichtigsten Orte des antiken Griechenlands. Mehr als 1000 Jahre ließen sich die Menschen hier die Zukunft voraussagen – das weltberühmte „Orakel von Delphi“ war geboren. Doch das ist längst Geschichte. Heute bietet der Ort neben den zahlreichen Ausgrabungen eine Traumkulisse im Parnassgebirge. Ob Tagesausflug oder kurzer Zwischenstopp – Delphi sollte auf Deiner Rundreise auf keinen Fall fehlen!

Lese hier alle Tipps für Deinen Zwischenstopp im Parnassgebirge!

Delphi

Im Parnassgebirge

3. Stopp: Thessaloniki

Die zweitgrößte Stadt Griechenlands punktet mit ihrer Lage direkt am Meer, freundlichen Einwohnern und einer aufstrebenden Kunst-, und Kulturszene. Viele kleine Cafés und Restaurants schmücken das Straßenbild und laden zur kurzen Pause ein. Außerdem zeigt sich hier, wie gut antike Stätten in das pulsierende Großstadtleben integriert sind. Mitten aus dem Nichts tauchen kulturelle Erben aus vergangen Zeiten auf, während drumherum das alltägliche Leben passiert.

Hier erfährst Du mehr über Griechenlands Stadt im Norden!

Die Schirmeninstallation an der Uferpromenade in Thessaloniki

Die Schirmeninstallation an der Uferpromenade in Thessaloniki

4. Stopp: Die Klöster von Meteora

Das perfekte Ausflusgziel für den Norden Griechenlands. Hier erwarten Dich atemberaubende Landschaften und wunderschön angelegte Klöster. Die einzigartig geformten Felsformationen tauchen urplötzlich aus dem Nichts auf und ragen bis weit in den Himmel hinein. Im 14. Jahrhundert wurden auf den grauen Sandsteinfelsen 24 Klöster gebaut – heute sind davon noch 6 bewohnt und können besichtigt werden. Unserer Meinung nach ein absolutes MUSS während Deines Aufenthaltes in Griechenland.

Erfahre mehr über die mystischen Klöster Meteoras!

Einzigartig geformte Felsformationen in Meteora

Einzigartig geformte Felsformationen in Meteora

5. Stopp: Ioánnina

Ioánnina – die unbekannte Stadt im Nordwesten Griechenlands bezaubert durch kleine, in sich verschlungene Gässchen, einer geschichtsträchtigen ummauerten Altstadt und einer modernen Neustadt. Ob Shoppingtour, Ausflug in die Natur oder Ausgehen am Abend – hier lassen sich all diese Dinge perfekt miteinander verbinden. Mit dem Boot ist man in 10 Minuten auf der Stadtinsel Nisi und genießt unter Pinienbäumen und Zypressen einen gekühlten Ouzo. Unser Tipp: Der Sonnenuntergang am Pamvotida See!

Wir führen Dich einen Tag durch Ioánnina – mehr dazu liest Du hier!

Der Pamvotida See in Ioánnina

Der Pamvotida See in Ioánnina

5. Stopp: Der Peloponnes

Die Halbinsel im Süden des Landes ist so einzigartig wie facettenreich. Wer schon immer historische Ausflüge mit Strandurlaub verbinden wollte, der erlebt hier das wahre Paradies. Naturliebhaber und Exkursionsfreunde kommen auf dem Peloponnes gleichermaßen auf ihre Kosten. Der Peloponnes ist aber auch wie keine andere Region Griechenlands ein Ort der extremen Gegensätze. Wir stellten fest, dass hier das echte griechische Leben pulsiert, weshalb wir einen Besuch in jedem Fall empfehlen können!

Hier liest Du unsere 3 liebsten Ausflugstipps für den Peloponnes!

Sonnenuntergang auf dem Peloponnes

Sonnenuntergang auf dem Peloponnes

6.Stopp: Kap Sounion

Was wie eine Region in Südafrika klingt, ist in Wahrheit der südlichste Punkt des griechischen Festlandes. Auf der Halbinsel Attika erwarten Dich traumhafte Strände, noble Häuser und eben das Kap Sounion. Die berühmteste Sehenswürdigkeit und ein äußerst beliebtes Fotomotiv ist der Poseidontempel. Er thront 60 Meter über dem Meer auf einem hohen Felsen. Die Aussicht ist atemberaubend und macht diesen Ort für mich zu dem schönsten Ausflugsziel rund um Athen.

Erfahre hier alles über unseren Aufenthalt am Kap und dem Poseidontempel!

Der Poseidontempel am Kap Sounion

Der Poseidontempel am Kap Sounion

Autofahren in Griechenland

Das Autofahren kann in Griechenland sehr abenteuerlich werden. Da werden schon mal Standstreifen als zweite Spur eröffnet, zwischen zwei Spuren gefahren oder Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht wahrgenommen. Übrigens muss das nicht immer bedeuten, dass die Begrenzungen überschritten werden: auf der Autobahn fahren teilweise auch Autos mit 60 km/h. Dennoch: Uns ist während der 12 Tage mit dem Auto nichts passiert, wir haben keine einzige Delle in unserem Mietwagen gehabt und sind immer sicher von A nach B gekommen. Die Straßen und Autobahnen sind auch relativ gut ausgebaut. Bevor ihr diese aber erkunden könnt, muss natürlich erstmal ein Auto her.

Der Mietwagen

Wir haben im Vorfeld über das Internet einen Preisvergleich erstellt. Dabei haben wir darauf geachtet, dass alle Kilometer inklusive sind. Außerdem haben wir uns für eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung entschieden – für den Fall der Fälle. Darüber hinaus war uns eine faire Tankregelung wichtig, da es andernfalls oft zu überhöhten Nachtank-Kosten kommt.

Für einen Fiat Panda oder vergleichbares zahlten wir für die 9 Tage 380 Euro. Im Vergleich zu unserer Spanien Rundreise im vergangenen Jahr ist das schon recht teurer, aber was soll’s.

Direkt am Athener Flughafen in der Ankunftshalle wartet ein freundlicher Mitarbeiter, der einen bequem mit dem Auto zum Vermietungsschalter fährt. Die eigentliche Vermietung liegt nämlich 10 Autominuten vom Flughafen entfernt. Nach der Durchsicht aller Unterlagen, schauten wir uns gemeinsam mit einem Mitarbeiter das Auto auf eventuelle Schäden an und der Tankstand wurde eingetragen. Insgesamt lief alles sehr unkompliziert ab und unser Auto war sauber und ohne nennenswerte Schäden an uns übergeben worden.

Unser Mietwagen - ein weißer Nissan Micra

Unser Mietwagen – ein weißer Nissan Micra

Die Autobahnen

Das griechische Festland verfügt über neue und relativ gut ausgebaute Autobahnen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt landesweit bei maximal 130 km/h. Allerdings darf man auf den meisten Streckenabschnitten nur mit 110 oder 120 km/h durch die griechische Landschaft düsen.

In Griechenland muss für die Nutzung der Autobahn Maut entrichtet werden. Anders als beispielsweise in Österreich, wo man eine Vignette als „Autobahn-Flatrate“ für verschiedene Nutzungsdauern kaufen kann, gehören in Griechenland Mautstationen zum Straßenbild. Das führt dazu, dass man alle 20 bis 30 Minuten anhalten muss, um Maut zu zahlen. Gefühlt variieren die Mautgebühren stark von Strecke zu Strecke. Zwischen 50 Cent und 4 Euro war auf unserer Tour alles dabei. Für unsere Reise haben wir insgesamt knapp 60 Euro für Mautgebühren ausgegeben.

Griechenlands Autobahnen

Griechenlands Autobahnen

Die Benzinpreise

Die Benzinpreise liegen aktuell im Schnitt bei 1,50 Euro pro Liter Super. Wir haben 3 mal Tanken müssen und dafür 154 Euro gezahlt.
Leider war die Tankanzeige bei der Rückgabe des Mietwagens ein wenig zu niedrig und wir mussten hier noch 16 Euro an die Vermietung zahlen.

Essen in Griechenland
Das griechische Frühstück

Die Griechen lieben ihren griechischen Joghurt mit getrocknetem Obst, Nüssen und Honig zum Frühstück. Außerdem wird ein süßes Frühstück mit Kuchen und Marmeladentoast bevorzugt. Typisch sind auch die sog. Cheese Pies (mit Feta gefüllter Blätterteig) oder geröstete Brötchen mit Feta, Tomaten und Olivenöl.

Griechisches Frühstück

Verschiedene Auswahl an Marmeladen, Reispudding und griechischen Orangen-, und Zitronenkuchen

Die Restaurantbesuche

Während die Supermarktpreise deutlich über denen unserer Märkte liegen, sind die Restaurantbesuche meist etwas günstiger bzw. vergleichbar mit unseren Preisen.

Von anderen Reisen kenne ich es für Geschirr und Besteck extra zu zahlen. Das hatten wir in Griechenland nicht. Ein Glas oder eine Flasche stilles Wasser gibt es meist kostenlos zu jeder Bestellung. Mit dem Reichen von Brot verhält es sich ganz unterschiedlich: In einigen Restaurants bezahlt man dafür zwischen 1-3 Euro. In anderen dafür gar nicht.

Die Qualität des Essens war, in all den von uns besuchten Restaurants, gut bis sehr gut. In welchen Restaurants wir gegessen haben, erfährst Du in den Beiträgen der jeweiligen Städte.

Souvlaki

Ein typisch griechisches Gericht – Souvlakispieße mit Tzaziki, Pitabrot und Pommes als Beilage

Die Supermarktpreise

Als ich das erste Mal vor dem Wurst und Käseregal in Athen stand, wurde mir eines ganz schnell klar: günstig wird es hier nicht. Ein Paket Käse oder Wurst unter 3 Euro zu bekommen ist quasi unmöglich. Und das was man an Auswahl und Geschmack geboten bekommt ist leider auch nicht vergleichbar mit Deutschland. Selbst die regionalen Produkte wie Granatäpfel, Weintrauben oder Fetakäse kosten im Durchschnitt 2 Euro mehr.

Im Laufe unserer Rundreise haben wir in verschiedenen Supermärkten Halt gemacht. Es gibt Unterschiede zwischen den einzelnen Ketten, im Großen und Ganzen sind die Preise aber ähnlich.

Eine gute Alternative dazu bieten die zahlreichen Markthallen, die eigentlich in jeder Stadt vorhanden sind. Hier bekommst Du regionale, frische Produkte zu angemessenen Preisen.

Kultur in Griechenland
Ausgrabungsstätten, Göttertempel und Ruinen

Das Kulturangebot Griechenlands ist enorm groß: Ich glaube ich habe in meinem gesamten Leben noch nie so viele Ausgrabungen, antike Orte, Ruinen und Archäologisches Gut gesehen wie hier. Wer sich für griechische Mythologie, Geschichte und Archäologie im Allgemeinen interessiert, kommt voll und ganz auf seine Kosten und ist hier genau richtig.

So dachte ich bis vor kurzem noch, die Akropolis (dt. Oberstadt) gäbe es nur in Athen, konnte ich, in fast jeder noch so kleinen Stadt, eines besseren belehrt werden. Nahezu überall auf unserem Weg fuhren wir an alten Tempelruinen vorbei, konnten antike Theater bewundern und Überreste vorheriger Stadtzentren bestaunen. Welche Sehenswürdigkeiten wir uns im Einzelnen angesehen haben und wie viel wir dafür ausgegeben haben, erfahrt ihr in den Beiträgen der jeweiligen Städte.

Poseidon Tempel

Der Poseidon Tempel – direkt am Meer

Olympia

Antike Tempelruinen in Olympia

Epidaurus

Antikes Theater in Epidaurus

Meteora

Die einzigartigen Klöster in Meteora

Delphi

Orakelstätte von Delphi

Akrokorinth

Klettern durch historische Ausgrabungsstätten

Burgruine in Thessaloniki

Burgruine in Thessaloniki

Kosten für eine Griechenland Rundreise

So günstig wie man denkt, ist es in Griechenland nicht. Wie bereits erwähnt, heben sich die Supermarktpreise deutlich von unseren ab. Auch die Eintrittspreise der verschiedenen Sehenswürdigkeiten sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen.

Ebenfalls teurer ist das Tanken – für unsere Strecke von rund 2.000 km haben wir 154 Euro für das Benzin ausgegeben.

Bedenkt zusätzlich die Mautgebühren, die je nach Strecke und Autobahn unterschiedlich ausfallen können. Für unsere Strecke haben wir knapp 60 Euro gezahlt.

Für unsere Unterkünfte haben wir im Durchschnitt 23,19 Euro gezahlt. Du siehst also: Unterkünfte sind in Griechenland verhältnismäßig günstig.

Für die gesamte Rundreise mit Flug, Mietwagen, Unterkünften, Eintrittspreisen, Restaurantbesuchen und kleinen Shoppingexzessen haben wir in etwa 1.200 Euro pro Person bezahlt. Ein Preis, der sich durchaus vertreten lässt, wenn man bedenkt, dass wir 12 volle Tage unterwegs waren.

Unser Fazit: Wer sich zwischen Städtetrip, Strandurlaub und Kulturangebot nicht entscheiden kann, ist hier bestens aufgehoben. Denn Griechenland bietet jede Menge kulinarischer, kultureller sowie historischer Vielfalt. Ebenso kommen Naturliebhaber voll auf ihre Kosten – vor allem fernab der Großstadtmetropolen Athen und Thessaloniki lassen sich wahre Schätze und malerische Landschaften finden. Wir haben an den 12 Tagen unglaublich viel gesehen, saßen über weite Strecken aber auch lange im Auto. Im Nachhinein würde ich für diese Zeitspanne vielleicht 1-2 Ziele weglassen und dafür länger an den Orten, die uns wirklich gut gefielen, verweilen. 

Jetzt bist Du an der Reihe! Ich freue mich über weitere tolle Tipps für eine Rundreise durch Griechenland. Welche Städte, Orte und Tempel hast Du besucht? Wo hat es Dir besonders gefallen? Schreibe mir gern eine E-Mail mit Deinen Highlights und Tipps für das griechische Festland: steffi@reiselustundfernweh.de

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