Budapest, Europa, Ungarn

Budapest im Winter: Die schönsten Plätze zum Sonnenuntergang!

[Unbezahlte Werbung] Der folgende Beitrag enthält Empfehlungen sowie Verlinkungen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten.

Es gibt Städte, die sind vor allem im Winter besonders schön anzusehen. Das Erste was einem da in den Sinn kommt sind sicherlich sämtliche Städte in Österreich, der Schweiz, Kanada oder auch Norwegen und Finnland. Wir verbinden mit Winter automatisch zentimeterdicken Schnee, weite weiße Wälder und kuschlige Pferdekutschen. Die Stadt, die ich immer wieder im Winter besuchen würde liegt allerdings in einem anderen Land – nämlich in Ungarn und ich spreche von Budapest! In gerade ein mal 48 Stunden hat sie es geschafft mich vollkommen in ihren Bann zu ziehen. Und das obwohl ich Temperaturen ab 15 Grad plus schon kalt finde. Mehrere Stunden in klirrender Kälte sind für mich also eine echte Herausforderung…

Wirklich toll fand ich es nicht, als klar wurde, dass wir unsere Erkundungstour erst am späten Nachmittag beginnen würden. Aber was solls, dachte ich mir. Hauptsache ich sehe ein bisschen was. Aus „diesem Bisschen“ wurde eine Abendwanderung durch die ganze Stadt – ich wusste einfach nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Wenn die Budapester was drauf haben, dann ist es nicht nur die traditionelle Gulaschsuppe, sondern auch die Beleuchtung ihrer imposanten Bauten.

Das Burgviertel Vár

Für mich gibt es keinen romantischeren Platz als das historische Burgviertel in Buda. Was sich bei uns durch Zufall ergab, kann ich Dir als ersten Halt Deiner „Sonnenuntergangstour“ nur empfehlen. Das Burgviertel liegt weit über dem Stadt, auf dem städtischen Burgberg, wodurch sich automatisch ein sagenhafter Panoramablick auf die Innenstadt ergibt. Beim Betrachten dieser Aussicht ist es für mich auch kein Wunder, dass dieser mittlerweile seit 1987 zum Unesco Weltkulturerbe zählt.

Das bunte Ziegeldach der Matthiaskirche (Mátyás templom) schimmert am späten Nachmittag glitzernd im warmen Licht der untergehenden Sonne. Und es ist nicht nur wunderschön anzusehen. Ganz viel Geschichte hält sich im Burgviertel natürlich auch versteckt. Im Jahre 1867 wurden genau in diesem Gotteshaus Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich zu König und Königin von Ungarn gekrönt.

Die Matthiaskirche

Die Matthiaskirche

Seitlicher Blick auf die Matthiaskirche

Seitlicher Blick auf die Matthiaskirche

Vor der Matthiaskirche

Vor der Matthiaskirche

Die Fischerbastei

Nur einige wenige Schritte und wir befanden uns direkt vor dem nächsten Highlight – die Fischerbastei. Ihr Name erinnert an Budas mittelalterlichen Fischmarkt und diejenige Fischergilde, die damals diesen Teil der Stadtmauer verteidigte. Der perfekte Ort, wenn sich der Himmel langsam rot und orange färbt und die Sonne untergeht. Fotoapparate, Kameras und Handys bereithalten!

Die Fischerbastei

Die Fischerbastei

Die Fischerbastei bei Sonnenuntergang

Die Fischerbastei bei Sonnenuntergang

Blick auf die Donau und das Parlament

Blick auf die Donau und das Parlament

Zwischenzeitlich hatte ich bereits das Gefühl, einige Teile meines Körpers wären erfroren – perfekt, dass es an der Fischerbastei einige kleine Wägelchen mit warmer Gulaschsuppe und heißem Glühwein gab.

Den schönsten Weg ins Burgviertel unternimmst Du mit der historischen Standseilbahn Sikló. Sie verkehrt täglich von 7:30 bis 22:00 Uhr und kostet 1100 HUF (3,57 Euro) und ermäßigt 650 HUF (2,11 Euro). Die Talstation befindet sich gegenüber der Széchenyi-Kettenbrücke auf dem Clark Ádám tér und die Bergstation am Szent György tér auf dem Burgberg.

Das Burgschloss

Nach Sonnenuntergang taucht die Stadt in eine leuchtende Welt voller warmer Lichter! Auf dem Gelände des Burgschlosses kannst Du Dich von der Lichtkunst schier überwältigen lassen. Das Gebäude ist von allen Seiten wunderschön angestrahlt. Jede noch so kleine Kontur erhält perfektes Licht. Ein absolutes Muss am Abend! Nebenan befindet sich das Historische Museum, welches ebenfalls ein, in Licht gehülltes Kunstwerk, ergibt.

Das Burgschloss bei Nacht

Das Burgschloss bei Nacht

Seitenanblick auf das beleuchtete Historische Museum

Seitenanblick auf das beleuchtete Historische Museum

Die Kettenbrücke

Vom Schloss aus führen entweder die Standseilbahn oder einige hundert Stufen direkt bis zur Kettenbrücke. Sie erinnert mich vom Baustil her an die kleine Schwester der New York Brooklyn Bridge. Am Abend herrscht hier hochbetrieb, denn auch sie zeigt sich von ihrer allerschönsten Seite. Zur linken Hand schauten wir zum Parlament, unserem nächsten Stopp.

Panoramblick auf Budapest und die Kettenbrücke

Panoramblick auf Budapest und die Kettenbrücke

Auf der Kettenbrücke bei Nacht

Auf der Kettenbrücke bei Nacht

Auf der Kettenbrücke

Auf der Kettenbrücke

Das Parlament

Es ist das beeindruckendste Bauwerk Budapests und gleichzeitig auch das größte Parlamentsgebäude der Welt. Im Inneren zählt es mehr als 700 Räume und 29 Treppenaufgänge. An jeder Seite lassen sich viele einzigartige Ornamente auffinden. Mir stockte der Atem, denn ich habe bisher noch nie ein solch imposantes Gebäude gesehen. Wir entschieden uns für einen Spaziergang rund um das gesamte Areal, um es in Gänze erfassen zu können. Gerade um die Weihnachtszeit sind die Bäume ringsherum wunderschön geschmückt.

Seitlicher Teil des Parlamentgebäudes

Seitlicher Teil des Parlamentgebäudes

Ein Teil des riesigen Parlamentgebäudes

Ein Teil des riesigen Parlamentgebäudes

Die geschmückten Bäume vor dem Gebäude

Die geschmückten Bäume vor dem Gebäude

Mein Fazit: Budapest ist eine Reise wert – und das vor allem im Winter. Da es zu dieser Jahreszeit früh dunkel wird, lässt es sich hervorragend durch die beleuchtete Stadt schlendern. Wem kalt wird, der hält Einkehr in die zahlreichen Kaffeehäuser oder wärmt sich schnell mit Glühwein und Gulaschsuppe. In nahezu fast jeder größeren Straße gibt es gleich mehrere Stände. Auch am Tag hält Budapest jede Menge bereit. Hier liegen imposante Bauten und abgewrackte Häuserruinen so nah beieinander, dass es sich lohnt auf die Architektur einen Blick zu werfen. In vielen kleinen Läden findet man außergewöhnliches, traditionelles und schönes für Zuhause, als Mitbringsel oder für einen selbst 🙂 Viel Spass!

Wie hat es Dir in Budapest gefallen? Erzähle mir von Deinen Lieblingsplätzen! Welche Stadt hat Dich, vor allem am Abend, am meisten beeindruckt? Ich freue mich auf Deine Highlights: steffi@reiselustundfernweh.de