Europa, Griechenland, Meteora

Mystische Klöster in Meteora

[Unbezahlte Werbung] Der folgende Beitrag enthält Empfehlungen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten.

Schweren Herzens verließen wir Thessaloniki und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel – die mystischen Klöster von Meteora. Sie liegen östlich des Pindos – Gebirges nahe der Stadt Kalambaka in der Griechischen Region Thessalien.

Gute 3 Stunden Autofahrt lagen hinter uns bis sich urplötzlich die dunkelgrauen einzigartig geformten Felsformationen vor uns auftaten – als wären sie direkt einer griechischen Sage entsprungen. Der Name Meteora leitet sich aus dem Wort meteorizo ab, was soviel bedeutet wie: in die Höhe heben. Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf, denn die Klöster sehen bei Nebel und schlechtem Wetter so aus, als würden sie frei in der Luft schweben. Wir verbrachten einen Nachmittag auf und zwischen den Felsen und schauten uns 2 Klöster etwas genauer an.

Die Klöster, Öffnungszeiten und Tipps für Deine Besichtigung

Im 14. Jahrhundert wurden die ersten Klöster errichtet. Sie waren damals nur über Seilzüge und Transportnetze erreichbar. Heute sind noch 6 der ursprünglich 24 Klöster bewohnt und können, dank gut ausgebauter Straßen, Brücken und Treppen, besichtigt werden. Sie gehören seit 1988 zum UNESCO Weltkulturerbe. Mehr darüber erfährst Du hier.

Meteora Felsen mit Blick auf die Stadt Kalambaka

Meteora Felsen mit Blick auf die Stadt Kalambaka

Blick zwischen die Meteora Felsen

Blick zwischen die Meteora Felsen

Eines der Meteora Klöster

Eines der Meteora Klöster

Das Kloster Varlaám

Das Kloster Varlaám wurde 1518 erbaut. Es ist über eine neue Brücke, inmitten einer Schlucht, und 100 Stufen zu erreichen. Hier kannst Du seitlich noch eine graue Transportseilbahn begutachten, mit der Lebensmittel in das Kloster geschafft werden. Die Anlage ist wunderschön begrünt und sehr sauber gehalten. Du findest Ausstellungsräume mit Schriften, Büchern, alten Schätzen und Mönchskleidung. Außerdem gibt es in dem Klostereigenen Souvenirshop Schmuck, Poster und andere Kleinigkeiten zu kaufen.

Öffnungszeiten: 9:00-16:00 Uhr | Ruhetag: Freitag | Eintritt: 3 Euro

Die Anlage des Varlaám Klosters

Die Anlage des Varlaám Klosters

Die Kirche des Klosters Varlaám

Die Kirche des Klosters Varlaám

Wunderschöne Blumen im Garten des Varlaám Klosters

Wunderschöne Blumen im Garten des Varlaám Klosters

Das Kloster Agios Nikólaos Anapavás

Das Kloster wurde im 14. Jahrhundert errichtet und zeigt eine ganz besondere Architektur. Es wurde, im Gegensatz zu den anderen Anlagen, nicht auf einem Felsen gebaut, sondern an ihn heran. Das Bauwerk geht also direkt in das Gestein über. 1909 wurde es vollkommen verlassen und nach einer sehr aufwändigen Restauration 1960 wieder bewohnbar gemacht.

Es teilt sich in mehrere Stockwerke. Zunächst gelangt man während seines Aufstiegs an eine kleine Kapelle, in der der Kirchenschatz aufbewahrt wurde. Im nächsten Stockwerk liegt das Katholikon, gefolgt von der Trapeza, dem Speisessal. Im obersten Stockwerk befinden sich das Ossarium (das Beinhaus) und eine weitere Kapelle.

Der Weg hierher ist sehr steinig und steil und war für mich zu viel des Guten 🙂 Roman musste tatsächlich alleine hinaufklettern, weil ich vor Höhenangst fast gestorben wäre. Ich suchte mir etwas weiter unten ein Plätzchen auf einer Bank und genoss die Sonne, während Roman fleißig Fotos knipste.

In diesem Kloster hast Du die Möglichkeit die Wohnräume der Mönche zu besichtigen. Im Klostereigenen Hofladen gibt es selbst hergestellte Seife und Honig zu kaufen.

Öffnungszeiten: 9:00 – 16:00 Uhr | Ruhetag: Freitag | Eintritt: 3 Euro

Das Kloster Agios Nikólaos Anapavás

Das Kloster Agios Nikólaos Anapavás

Große Felsformationen vor dem Kloster Agios Nikólaos Anapavás

Große Felsformationen vor dem Kloster Agios Nikólaos Anapavás

Der Blick vom Kloster Agios Nikólaos Anapavás auf die atemberaubende Natur von Meteora

Der Blick vom Kloster Agios Nikólaos Anapavás auf die atemberaubende Natur von Meteora

Das Kloster Metamórphosis

Das Erste gegründete Kloster Metamórphosis, auch Kloster Megalo Meteoro oder Meamorphosis Sotiris genannt, ist gleichzeitig auch das Größte. Es stammt aus dem Jahre 1344 und liegt auf einem 600 Meter hohen Felsen. Über eine Treppe mit 143 Stufen ist es zu erreichen.

Im Jahre 1540 bekam das Kloster seine völlige Unabhängigkeit zugestanden. Es folgte der Bau eines Katholikon, einer Trapeza (Speisessal), einer Estia (Küche) sowie eines Hospitals, in dem alte Menschen gepflegt wurden.

In den Museumsräumen gibt eine Vielzahl an Manuskripten, Wiegedrucken und Urkunden sowie alte Gebrauchsgegenstände zu sehen. Außerdem lassen sich in einer Schädelkammer alte Schädel und Skelette bestaunen.

Öffnungszeiten: 9:00-17:00 Uhr | Ruhetag: Dienstag | Eintritt: 3 Euro

Die weiteren Klöster

Das Kloster Agía Triáda erlangte Berühmtheit durch die letzte Szene der Verfilmung von James Bond – in tödlicher Mission (1971).

Öffnungszeiten: 9:00-12:30 und 15:00-17:30 Uhr | Ruhetag: Donnerstag | Eintritt: 3 Euro

Bei den Klöstern Rousánou und Agíos Stephános handelt es sich um die beiden einzigen derzeit noch bewohnten Frauenklöster in Meteora.

Öffnungszeiten des Klosters Rousánou: 9:00 – 14:00 Uhr | Ruhetag: Mittwoch | Eintritt: 3 Euro

Öffnungszeiten des Klosters Agíos Stephános: 9:00 – 14:00 und 15:30 – 17:30 Uhr | Ruhetag: Montag | Eintritt: 3 Euro

Blick auf das Rousánou Kloster

Blick auf das Rousánou Kloster

Tipps für Deine Besichtigung

In den Klöstern herrscht eine strikte Kleiderordnung. Für die Männer sind lange Hosen und bedeckte Schultern Pflicht. Bei den Frauen müssen ebenfalls Beine und Schultern bedeckt sein. In allen Anlagen hast Du aber die Möglichkeit Stoffe auszuleihen, die Du Dir um die Hüften oder Schultern legen kannst.

Unser Fazit: Die atemberaubende Naturkulisse von Meteora strahlt einen einzigartigen Charakter voller Mystik und einzigartiger Landschaften aus. Für uns war es defintiv DAS Highlight unserer Reise. Da die Klöster in ihrer Architektur und Aufteilung viele Gemeinsamkeiten aufweisen, musst Du Dir nicht alle 6 Anlagen anschauen. Uns hat die Besichtigung zweier Anlagen vollkommen ausgereicht. Die Stadt Kalambaka bietet Übernachtungsmöglichkeiten und viele kleine Restaurants. 

Was hast Du in Meteora erlebt und welches Kloster hat Dir am Besten gefallen?Schreibe mir eine Nachricht mit Deinen Tipps: steffi@reiselustundfernweh.de