Europa, Österreich, Wien

Wien: Meine Lieblingsplätze der österreichischen Hauptstadt!

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Wien & ich – eine Liebesbeziehung in mehreren Akten. Es ist kaum vorstellbar, aber ich habe mich nicht sofort in Wien verliebt. Auch nicht auf den zweiten oder dritten Blick. Vielmehr dauerte es vier Besuche bis ich die Schönheit der Stadt aufnehmen konnte und mein Herz zu schlagen begann…

Mir ging es da ähnlich wie mit Prag. Dort brauchte ich allerdings nur zwei Anläufe. Ich besuche Wien mindestens 1 mal im Jahr, manchmal auch 2 mal, da hier ein Teil von Romans Familie lebt. So haben wir nicht nur einen Städtetrip, sondern auch gleich ein Familienwiedersehen.

Für Wien ist eines wichtig: Zeit. Es gibt einfach so unglaublich viel zu sehen. Ich kenne auch niemanden sonst, der so lange brauchte um sich in diese Stadt zu verlieben. Aber bei mir war es nun mal so. Dafür bin ich jetzt umso verzauberter und kann mir gar nicht mehr vorstellen diese Stadt nicht zu mögen. Die alte Architektur der Hausfassaden, die gut duftenden Kaffeehäuser und die Vielzahl an historischen Schlössern lässt Wien schon sehr erhaben und prächtig aussehen und ich habe mittlerweile viele Lieblingsplätze gefunden.

Wien und seine Häuserfassaden

Sissi, Wiener Walzer, Hofburg oder Fiaker – wenn ich mich mit Freunden über die österreichische Hauptstadt unterhalte, fallen nicht selten diese Begriffe. Dabei hat Wien noch so viel mehr zu bieten und hebt sich, meiner Meinung nach, genau dadurch von anderen Städten enorm ab. Denn Wien hat etwas ganz besonderes – in nahezu jedem Bezirk gibt es sie – die prachtvollen Häuserfassaden der Stadt! Ich könnte mittlerweile stundenlang durch die Strassen laufen und an jeder Ecke stehenbleiben. Die Vielfalt der unterschiedlichen Stile macht Wien für mich zu einem unverwechselbaren Erlebnis. Also: Beim nächsten Besuch gerne mal nach rechts und links schauen!

Eine Häuserfassade im 3.Bezirk

Eine Häuserfassade im 3.Bezirk

Häuseransicht ebenfalls im 3.Bezirk

Häuseransicht ebenfalls im 3.Bezirk

Mitten in der Innenstadt im 1. Bezirk

Mitten in der Innenstadt im 1. Bezirk

Das Schloss Belvedere

Mein absoluter Lieblingsplatz ist das Schloss Belvedere mit seinem dazugehörigen Schlossgarten im 3. Bezirk. Ein Spaziergang in diesem wunderschön angelegten Garten beruhigt mich jedes Mal. Dabei spielt es für mich auch keine Rolle, ob wir im Sommer oder Winter hier sind. Der Garten hat meiner Meinung nach die perfekte Größe für einen entspannten, aber nicht allzu langen Spaziergang während einer Städtereise. Viele Bänke laden außerdem zur kurzen Pause ein.

Die Anlage teilt sich in das untere und obere Belvedere. Beide sind miteinander verbunden, haben aber unterschiedliche Eingangsbereiche.

Kunstfans aufgepasst: In der österreichischen Galerie Belvedere findest Du die weltweit größte Gustav-Klimt Gemäldeausstellung. Ich selbst war bisher leider noch nicht im Inneren, habe aber viel Positives gehört, sodass ich einen Besuch der Galerie definitiv empfehlen kann.

Weitere Infos zur Schlossanlage Belvedere findest Du hier.

Öffnungszeiten:
Unteres Belvedere: Täglich 10:00-18:00 Uhr, freitags: 10:00-21:00 Uhr (Eingang: Rennweg 6)
Oberes Belvedere: Täglich 09:00-18:00 Uhr, freitags: 09:00-21:00 Uhr (Eingang: Prinz-Eugen-Straße 27)

Blick auf das untere Belvedere

Blick auf das untere Belvedere

Der untere Belvedere Schlosspark

Der untere Belvedere Schlosspark

Staue vor dem oberen Belvedere

Staue vor dem oberen Belvedere

Das obere Belvedere

Das obere Belvedere

Der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Einfach nur: WOW! Diesen Ort solltest Du Dir unbedingt ansehen, wenn Du in Wien bist. Der Prunksaal der österreichischen Nationalbibliothek gehört zu den schönsten Bibliothekssälen der Welt und misst eine Länge von knapp 80 Metern sowie 20 Metern Höhe. Hier stehen mehr als 200.000 Bücherbände aus den Jahren 1501-1850. Das Tolle: In dem daneben gelegenen Lesesaal können die Bücher tatsächlich ausgeliehen und studiert werden. Darüber hinaus beherbergt der Prunksaal vier venezianische Prachtgloben mit einem Meter Durchmesser.

Mehr Informationen zum Prunksaal und der Österreichischen Nationalbibliothek bekommst Du hier.

Adresse: Josefplatz 1, 1010 Wien

Eintrittspreise: Eine Übersicht über die verschiedenen Ticketarten sowie Preise für Kombitickets findest du hier.

Öffnungszeiten:
Juni – September: Täglich 10:00-18:00 Uhr, donnerstags: 10:00-21:00
Oktober – Mai: Montag Ruhetag, ansonsten täglich 10:00-18:00 Uhr, donnerstags 10:00-21:00 Uhr

Vor der österreichischen Nationalbibliothek

Vor der österreichischen Nationalbibliothek

Der Prunksaal

Der Prunksaal

Einer der vier venezianischen Prachtgloben vor einem Bücherregal

Einer der vier venezianischen Prachtgloben vor einem Bücherregal

Die untere und obere Etage des Prunksaals

Die untere und obere Etage des Prunksaals

Eines der vielen Bücherregale im Prunksaal

Eines der vielen Bücherregale im Prunksaal

Der Blick auf ein weiteres Bücherregal mit Bibliothekstreppe

Der Blick auf ein weiteres Bücherregal mit Bibliothekstreppe

Am schmetterlingshaus

Hier gefiel es mir bereits bei meinem allerersten Besuch. Die Architektur und Anordnung erinnerte mich stark an Paris. Das Schmetterlingshaus ist Teil des Palmenhauses im 1. Bezirk, direkt neben der Hofburg am Burggarten. Vor allem im Sommer halte ich mich gern hier auf. Im Burggarten kann man super entspannen, picknicken und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, während die Studenten fleißig in ihren Büchern versunken sind.

Wer zwischendurch Kaffeedurst bekommt, der kann es sich im Café Palmenhaus gut gehen lassen und ganz nebenbei die vorbeiziehenden Menschen beobachten.

Das Schmetterlingshaus am Burggarten

Das Schmetterlingshaus am Burggarten

Der Tiergarten Schönbrunn

Der Tiergarten Schönbrunn ist der schönste Tiergarten, den ich bisher gesehen habe! Er wurde 1752 gegründet und ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt. Die Anlagen sind riesig und jeder Kontinent wunderschön präsentiert. Ich freute mich am meisten auf die Koalas, da ich bisher noch nie welche gesehen hatte. Entsprechend groß war die Freude über die beiden Bärchen im Zoo – auch wenn sie tief und fest schlummerten und nur zur Fütterung kurz aktiv wurden.

Insgesamt laden acht Cafés, Restaurants und Biergärten zur Verschnaufpause ein. Wir entschieden uns für Kaiserschmarrn und Eisbecher im Kaiserpavillon, von dem aus man einen tollen Blick in die umliegenden Gehege hat.

Der Tiergarten liegt direkt auf dem Gelände des Schlosses Schönbrunn, weshalb ein Besuch hier auch gut mit einer Tour zum Schloss sowie dem schönen Schlossgarten verbunden werden kann.

Infos zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen findest Du hier.

Adresse: Maxingstraße 13b, 1130 Wien

Der Koala während der Fütterung im Tiergarten Schönbrunn

Der Koala während der Fütterung im Tiergarten Schönbrunn

Das Globenmuseum

Nicht nur für Reiseliebhaber, Blogger oder Fernwehgeplagte interessant. Das Globenmuseum gehört zur Österreichischen Nationalbibliothek und zeigt die weltweit größte Globenausstellung mit über 250 Exponaten. Darunter befinden sich nicht nur, die für uns bekannten, Erdgloben, sondern auch Himmels-, Mond-, und Planetengloben. Auch ein Temperaturglobus fiel mir auf. Desweiteren sind eine Reihe astronomischer Instrumente ausgestellt, wie z.B. zwei Amilliarsphären, die zur Darstellung von Himmelskörperbewegungen genutzt werden. Viele Videosequenzen laden dazu ein, sich mit der Entwicklung und Herstellung von Globen zu beschäftigen.

Für mich ein absoluter Geheimtipp, denn das Museum war zu unserem Besuch zeitweise komplett leer. Sightseeing geht also auch in Wien an manchen Orten entspannt. Im Erdgeschoss des selben Hauses, nur eine Etage unter dem Globenmuseum, befindet sich die kleine Ausstellung über die Plansprache Esperanto.

Mehr zum Globenmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek erfährst du hier.

Adresse: Palais Mollard, Herrengasse 9, 1010 Wien 

Öffnungszeiten: 
Juni-September: Täglich 10:00-18:00 Uhr, donnerstags 10:00-21:00Uhr
Oktober-Mai: Montag Ruhetag, ansonsten täglich 10:00-18:00 Uhr, donnerstags 10:00-21:00 Uhr

Verschiedene Globen mit goldenem Fernrohr

Verschiedene Globen mit goldenem Fernrohr

Modell vom Zusammenspiel des Mondes und der Erde

Modell vom Zusammenspiel des Mondes und der Erde

Zwei verschiedene Amilliarsphären

Zwei verschiedene Amilliarsphären

In der zweiten Halle des Globenmuseums

In der zweiten Halle des Globenmuseums

Verschiedene Planetengloben

Verschiedene Planetengloben

Und noch mehr Globen...

Und noch mehr Globen…

Das Sigmund Freud Museum

Ein weiterer Ort, der mich sehr fasziniert ist das Museum des Psychoanalytikers Sigmund Freud. Die ehemalige Wohnung und Praxisräume in der Berggasse 19 enthält Originalmobiliar und viele persönliche Gegenstände. Hier lebte und arbeitete Sigmund Freud von 1893-1934, bevor er mit seiner Familie ins englische Exil floh. Alle Räume wurden gemeinsam mit Anna Freud, seiner Tochter, entworfen und eingerichtet. Die kleinen Details lassen die Räume bis in die heutige Zeit hinein lebendig wirken. Obwohl ich zugeben muss, dass ich kein eifriger Verfechter der Psychoanalyse bin, geschweige denn, mich tiefergehend mit Psychologie befasse, empfand ich das kleine Museum als äußerst interessant und sehr liebevoll hergerichtet.

Mehr über das Sigmund Freud Museum, Öffnungszeiten sowie Eintrittspreise gibt es hier.

Adresse: Berggasse 19, 1090 Wien

Eingang zum Freud Museum

Eingang zum Freud Museum

Mein Extra Tipp: Die Sacher Stube

Ich muss zugeben: Ein großer Freund der berühmten Sachertorte bin ich nicht geworden. Dennoch gehört es dazu wenigstens ein Mal die Schokotorte zu probieren. Mit der Idee steht man bei Weitem aber nicht allein da. Lange Schlangen vor dem Hotel Sacher gehören mittlerweile zum Bild der Innenstadt und 1-2 Stunden Wartezeit sind bei einem Städtetrip einfach verlorene Zeit.

Mein Tipp: Die Sacher Stube – das selbe Ambiente, der selbe Kaffee und das Wichtigste: Die selbe Torte! Sie gehört zum Hotel, ist aber, wie der Name es schon verrät, etwas kleiner – eine gemütliche Stube eben. Wir entdeckten sie eher durch Zufall, fanden sofort einen Platz und freuten uns über schnellen Kuchengenuss 🙂

Die Sacher Stube befindet sich in der Philharmoniker Straße 4 und hat täglich von 10:00-22:00 geöffnet.

Ein Stück Sachertorte in der Sacher Stube

Ein Stück Sachertorte in der Sacher Stube

Mein Fazit: Wien verspricht Pracht und Eleganz gespickt mit interessanten Plätzen. Die Möglichkeiten scheinen schier unbegrenzt zu sein – funkelnde Häuserfassaden, prachtvolle Stadtschlösser, duftende Kaffeehäuser, königliche Orte und der älteste Zoo der Welt – um nur einige von ihnen zu nennen. Die Stadt bietet zu jeder Jahreszeit und für jedes Wetter eine perfekte Mischung. Auch in die slowakische Hauptstadt Bratislava oder nach Budapest ist es nicht weit, mal ganz davon abgesehen, dass auch in Wiens direkter Nachbarschaft viele sehenswerte Ausflugsziele liegen. Ich werde in jedem Fall wiederkommen!

Nun bist Du dran: Wo treibt es Dich hin, wenn Du in Wien zu Gast bist? Erzähl mir gern von Deinen liebsten Plätzen: steffi@reiselustundfernweh.de